Frage: 1. Welche Funkstelle wird im mobilen Seefunkdienst über Satelliten als „Mobile Earth Station“ (MES) bezeichnet?
Antwort: Schiffs-Erdfunkstelle
Frage: 2. Was ist eine „Schiffs-Erdfunkstelle“?
Antwort: Mobile Erdfunkstelle des mobilen Seefunkdienstes über Satelliten an Bord eines Schiffes
Frage: 3. Was ist eine „Land-Erdfunkstelle“ (LES)?
Antwort: Ortsfeste Funkstelle des mobilen Seefunkdienstes über Satelliten
Frage: 4. Was bedeutet „azimuth angle“?
Antwort: Winkel zwischen Meridian und Satellit vom Schiff aus gesehen
Frage: 5. Was bedeutet „elevation angle“?
Antwort: Winkel zwischen Horizont und Satellit vom Schiff aus gesehen
Frage: 6. Welche Erdteile gehören nach den Festlegungen der Internationalen Fernmeldeunion (International Telecommunication Union [ITU]) zur Region 1?
Antwort: Europa und Afrika
Frage: 7. Wie wird das Seegebiet innerhalb der Überdeckung eines geostationären Satelliten des Inmarsat-Systems bezeichnet, der ununterbrochen für Alarmierungen zur Verfügung steht?
Antwort: A3
Frage: 8. Welchen geografischen Bereich umfasst das Seegebiet A4 im Weltweiten Seenot- und Sicherheitsfunksystem (GMDSS)?
Antwort: Gewässer nördlich von ca. 70 Grad Nord und südlich von ca. 70 Grad Süd
Frage: 9. Welches Alarmierungssystem ist für das Seegebiet A4 nicht geeignet?
Antwort: Inmarsat-System
Frage: 10. Wie heißt das Positionsmeldesystem für Such- und Rettungszwecke?
Antwort: AMVER
Frage: 11. Welchen Frequenzbereich benutzt AIS?
Antwort: Ultrakurzwelle (UKW/VHF)
Frage: 12. Welches ist die Frequenz für NAVTEX-Aussendungen im Kurzwellenbereich?
Antwort: 4209,5 kHz
Frage: 13. Womit kann im Seenotfall ein Alarm über Satelliten ausgelöst werden?
Antwort: Schiffs-Erdfunkstelle (Ship Earth Station [SES]), Satelliten-Seenotfunkbake (EPIRB)
Frage: 14. Welches Satelliten-System benutzt für die Seenotalarmierung auch polumlaufende Satelliten?
Antwort: COSPAS-SARSAT
Frage: 15. Welches Funkzeugnis ist mindestens erforderlich, um mit einer Seefunkstelle auf einem Sportfahrzeug am Weltweiten Seenot- und Sicherheitsfunksystem (GMDSS) im Seegebiet A3 teilnehmen zu können?
Antwort: Allgemeines Funkbetriebszeugnis (Long Range Certificate [LRC])
Frage: 16. Welche Funkdienste dürfen von dem Inhaber eines Allgemeinen Funkbetriebszeugnisses (LRC) ausgeübt werden?
Antwort: Mobiler Seefunkdienst und mobiler Seefunkdienst über Satelliten
Frage: 17. Welche Funkanlagen dürfen von dem Inhaber eines LRC bedient werden?
Antwort: Seefunkanlagen im UKW-, Grenz- und Kurzwellenbereich und über Satellit auf Sportfahrzeugen und Traditionsschiffen
Frage: 18. Welches Funkzeugnis muss der Führer eines Sportfahrzeugs oder Traditionsschiffes, das mit einer Kurzwellen/Grenzwellen–DSC–Funkanlage ausgerüstet ist, mindestens besitzen?
Antwort: Allgemeines Funkbetriebszeugnis (Long Range Certificate [LRC])
Frage: 19. Welche Grenzwellenfrequenz (GW/MF) wird national und international zum Routineanruf zwischen Schiffen per Digitalen Selektivruf (DSC) benutzt?
Antwort: 2177 kHz
Frage: 20. Welche Grenzwellenfrequenz (GW/MF) benutzt eine Küstenfunkstelle zur Beantwortung eines Routineanrufs per Digitalen Selektivruf (DSC)?
Antwort: 2177,0 kHz
Frage: 21. Welche Grenzwellenfrequenz (GW/MF) wird für einen Routineanruf (international) an eine fremde Küstenfunkstelle per Digitalen Selektivruf (DSC) benutzt?
Antwort: 2189,5 kHz
Frage: 22. Welche Frequenzbereiche werden für die Alarmierung mittels Digitalen Selektivrufs (DSC) im Kurzwellen-Bereich (KW/HF) benutzt?
Antwort: Frequenzbereiche 4, 6, 8, 12 und 16 MHz
Frage: 23. Welche Frequenz und welches Verfahren benutzt eine Seefunkstelle zur Bestätigung eines auf 2187,5 kHz empfangenen Notalarms?
Antwort: 2182.0 kHz im Sprechfunkverfahren
Frage: 24. Wodurch wird im Kurzwellenbereich (KW/HF) die Empfangsbereitschaft für Aussendungen in Not- und Sicherheitsfällen technisch gewährleistet?
Antwort: Eingeschalteter Wachempfänger im Scan-Betrieb
Frage: 25. Welche Frequenzen umfasst der Grenzwellenbereich (GW/MF)?
Antwort: 1605 bis 4000 kHz
Frage: 26. Wie wird die Sendeart „Einseitenband mit unterdrücktem Träger“ bezeichnet?
Antwort: SSB oder J3E
Frage: 27. Welcher Frequenz- bzw. Wellenbereich ist ausreichend, um am Tage eine Mindestreichweite von 150 Seemeilen zu erzielen?
Antwort: Grenzwelle (GW/MF)
Frage: 28. In welchen Frequenz- bzw. Wellenbereichen spielt die Bodenwelle die entscheidende Rolle bei der Ausbreitung?
Antwort: Langwelle (LW/LF) und tagsüber Mittel- und Grenzwelle (MW/MF, GW/MF)
Frage: 29. In welchen terrestrischen Frequenz- bzw. Wellenbereichen sollte ein Schiff – für das Seegebiet A2 ausgerüstet – in einer Entfernung von ca. 150 Seemeilen von der Küste einen Notalarm auslösen, um eine Küstenfunkstelle sowie die in der Nähe befindlichen Seefunkstellen zu erreichen?
Antwort: Grenzwelle (GW/MF) und Ultrakurzwelle (UKW/VHF)
Frage: 30. Welchen Einfluss können Gewitter auf den Empfang von NAVTEX-Aussendungen auf Mittelwelle haben?
Antwort: Störungen bis zur vollständigen Unlesbarkeit
Frage: 31. Welcher Frequenz- bzw. Wellenbereich wird für den Weitverkehr im terrestrischen Seefunkdienst benutzt?
Antwort: Kurzwelle (KW/HF)
Frage: 32. Welche Frequenzen umfasst der allgemeine Kurzwellenbereich (KW/HF)?
Antwort: 3 bis 30 MHz
Frage: 33. In welchem Frequenz- bzw. Wellenbereich spielt die Raumwelle die entscheidende Rolle bei der Ausbreitung?
Antwort: Kurzwelle (KW/HF)
Frage: 34. In welchem Frequenz- bzw. Wellenbereich tritt die „Tote Zone“ besonders auf?
Antwort: Kurzwelle (KW/HF)
Frage: 35. Um die Mittagszeit wird zur Überbrückung einer bestimmten Entfernung eine Frequenz im 16-MHz-Bereich benutzt. Welcher Frequenzbereich sollte für die Überbrückung derselben Entfernung gegen Mitternacht vorzugsweise gewählt werden?
Antwort: Niedrigerer Frequenzbereich
Frage: 36. Welche Aussage trifft für den Kurzwellen-Funkverkehr zu?
Antwort: Die Ausbreitungseigenschaften der Kurzwellen unterliegen tageszeitlichen, jahreszeitlichen und durch die Sonnenaktivität bedingten Schwankungen; Funkverbindungen lassen sich nicht mit Sicherheit vorausplanen
Frage: 37. Welche Eigenschaften sollte eine Schiffsantenne für die Überbrückung von großen Entfernungen über Kurzwellen besitzen und warum?
Antwort: Die Antenne sollte die Sendeenergie möglichst flach abstrahlen, um mit wenigen Sprüngen (hops) den Empfangsort zu erreichen
Frage: 38. Eine Yacht ist im Mittelmeer von Rom nach Neapel unterwegs. Die Crew möchte tagsüber über Kiel Radio eine E-Mail versenden. Welcher Frequenzbereich ist dafür meistens geeignet?
Antwort: Kurzwelle bei 8 MHz
Frage: 39. Eine Yacht ist im karibischen Meer vor Barbados unterwegs. Der Schiffsführer möchte in den Abendstunden eine Verbindung zu Miami Radio aufbauen. Welcher Frequenzbereich ist dafür meistens geeignet?
Antwort: Kurzwelle bei 6 MHz
Frage: 40. Eine Yacht steht 100 Seemeilen westlich Stavanger. Der Schiffsführer möchte Verbindung zu Rogaland Radio aufnehmen. Welcher Frequenzbereich ist dafür vorzugsweise geeignet?
Antwort: Grenzwelle
Frage: 41. Wer bestimmt bei einer Verbindung zwischen See- und Küstenfunkstelle die zu benutzende Arbeitsfrequenz?
Antwort: Küstenfunkstelle
Frage: 42. Welches von der Internationalen Fernmeldeunion (International Telecommunication Union [ITU]) herausgegebene Verzeichnis enthält Angaben über Arbeitsfrequenzen von Küstenfunkstellen?
Antwort: Verzeichnis der Küstenfunkstellen (List of Coast Stations)
Frage: 43. Welche Frequenzbereiche dürfen in deutschen Häfen benutzt werden?
Antwort: Ultrakurzwellen (UKW/VHF), Ultrahohe Frequenzen (UHF) und der 1,6-GHz-Bereich (Inmarsat)
Frage: 44. Was bedeutet die Angabe „ITU-Channel 1604“?
Antwort: Kanal 04 im 16-MHz-Seefunkband
Frage: 45. Welches ist die internationale Not- und Sicherheitsfrequenz für den Sprechfunkverkehr im Grenzwellenbereich (GW/MF)?
Antwort: 2182,0 kHz
Frage: 46. Welche Frequenz im Grenzwellenbereich (GW/MF) soll im Weltweiten Seenot- und Sicherheitsfunksystem (GMDSS) nach Ankündigung per DSC für die Aussendung einer Dringlichkeitsmeldung „An alle Funkstellen“ grundsätzlich benutzt werden?
Antwort: 2182,0 kHz
Frage: 47. Wie ist zu verfahren, wenn während eines Notverkehrs auf 2182 kHz die Ankündigung und Aussendung einer Dringlichkeitsmeldung „An alle Funkstellen“ von einer Seefunkstelle vorgenommen werden soll?
Antwort: Zuerst Ankündigung per Digitalen Selektivruf (DSC) auf 2187,5 kHz, dann Aussendung auf einer Schiff-Schiff-Frequenz
Frage: 48. Wie ist zu verfahren, wenn eine wichtige Meldung im Grenzwellen-Bereich (GW/MF) auszusenden ist, welche die Sicherheit der Seeschifffahrt betrifft?
Antwort: Zuerst Ankündigung per Digitalen Selektivruf (DSC) auf 2187,5 kHz, dann Aussendung der Sicherheitsmeldung per Sprechfunk auf einer GW-Schiff-Schiff-Arbeitsfrequenz
Frage: 49. Auf welcher Frequenz wird im Kurzwellenbereich (KW/HF) der Notverkehr im Sprechfunkverfahren abgewickelt?
Antwort: Notfrequenz für Sprechfunk des Kurzwellenbandes, in dem die Notalarmierung ausgesendet worden ist
Frage: 50. Welche Sendeart wird bei Aussendungen des Sprech-Seefunkdienstes grundsätzlich im Grenz- und Kurzwellenbereich verwendet?
Antwort: Einseitenband mit unterdrücktem Träger, SSB, J3E
Frage: 51. Welche Veröffentlichung enthält Angaben über die Abdeckungsbereiche der Inmarsat-Satelliten?
Antwort: Inmarsat-Handbuch
Frage: 52. Welche Veröffentlichung enthält Angaben über Land-Erdfunkstellen (LES)?
Antwort: Inmarsat-Handbuch
Frage: 53. Welche Aufgaben hat ein Point of Service Activation (PSA)?
Antwort: Freischaltung der Schiffs-Erdfunkstelle
Frage: 54. Welche Aufgaben hat die Network Co-ordination Station (NCS)?
Antwort: Automatische Vergabe der Arbeitskanäle an Land-Erdfunkstellen (LES) und Schiffs-Erdfunkstellen (MES)
Frage: 55. Wie sind die Satelliten des Inmarsat-Systems positioniert?
Antwort: Geostationär
Frage: 56. Über welchem Breitengrad befinden sich die Satelliten des Inmarsat-Systems?
Antwort: 0 Grad
Frage: 57. Welches Seegebiet deckt der Satellit mit der Bezeichnung AOR-E im Inmarsat-System hauptsächlich ab?
Antwort: Atlantik
Frage: 58. Welches Seegebiet deckt der Satellit mit der Bezeichnung IOR im Inmarsat-System hauptsächlich ab?
Antwort: Indischer Ozean
Frage: 59. Welcher Satellit deckt das Seegebiet des Pazifischen Ozeans im Inmarsat-System hauptsächlich ab?
Antwort: POR
Frage: 60. Eine Yacht steht vor Hawaii. Der Schiffsführer möchte eine Verbindung nach Europa über Inmarsat herstellen. Welcher Satellit sollte vorzugsweise benutzt werden?
Antwort: Pacific Ocean Region (POR)
Frage: 61. Eine Yacht ist vor den Malediven unterwegs. Der Schiffsführer möchte eine Verbindung nach Europa über Inmarsat herstellen. Welcher Satellit sollte vorzugsweise benutzt werden?
Antwort: Indian Ocean Region (IOR)
Frage: 62. Wie wird das Seegebiet außerhalb der Abdeckung durch Inmarsat-Satelliten bezeichnet?
Antwort: Seegebiet A4
Frage: 63. Wie wird das Seegebiet bezeichnet, das innerhalb der Sprechfunkreichweite einer Grenzwellen-Küstenfunkstelle liegt, die ununterbrochen für DSC-Alarmierungen zur Verfügung steht?
Antwort: Seegebiet A2
Frage: 64. Zur Herstellung welcher Verbindungen wird im Inmarsat-System die Vorwahl +870 benötigt?
Antwort: Verbindungen zu Inmarsat-Terminals
Frage: 65. Welches ist die erste Ziffer einer Inmarsat-C-Rufnummer?
Antwort: 4
Frage: 66. Welchem Inmarsat-Dienst ist die Identifikationsnummer (ID) 421135910 zugeordnet?
Antwort: Inmarsat C
Frage: 67. Welche Dienste bietet Inmarsat C?
Antwort: Telex, Datenübertragung und Telefax Richtung See–Land
Frage: 68. Mit welcher Aussendung kann die Funktionsfähigkeit der eigenen Inmarsat-C-Anlage überprüft werden?
Antwort: Nachricht von der eigenen an die eigene Anlage
Frage: 69. Was ist bei dem Ausschalten einer Inmarsat C-Anlage zu beachten?
Antwort: Vorheriges Ausloggen
Frage: 70. Welches Verfahren wird für den Anruf von Land an bestimmte Schiffs-Erdfunkstellen benutzt?
Antwort: Erweiterter Gruppenanruf (EGC)
Frage: 71. Welcher Dienst verwendet den Erweiterten Gruppenanruf (EGC)?
Antwort: Informationsdienst über Satelliten
Frage: 72. Welche Meldungen werden im mobilen Seefunkdienst über „Enhanced Group Call (EGC)“ ausgesendet?
Antwort: Sicherheitsmeldungen für die Schifffahrt (MSI) oder Informationen an bestimmte Empfänger
Frage: 73. Was ist für den Empfang eines Enhanced Group Call (EGC) erforderlich?
Antwort: Satelliten-Empfänger
Frage: 74. An wen wird ein über Inmarsat ausgelöster Notalarm umgehend geleitet?
Antwort: Rettungsleitstelle (RCC) oder Seenotleitstelle (MRCC)
Frage: 75. Welcher Dienst sendet Nachrichten für die Sicherheit der Seeschifffahrt (MSI) auf Satellitenfrequenzen aus?
Antwort: SafetyNet
Frage: 76. Welche Informationen werden über das Internationale Sicherheitsnetz (SafetyNet) verbreitet?
Antwort: Informationen für die Sicherheit der Seeschifffahrt (Maritime Safety Information [MSI])