Frage: 1. Was ist Binnenschifffahrtsfunk?
Antwort: Internationaler mobiler UKW/VHF-Sprechfunkdienst auf Binnenschifffahrtsstraßen
Frage: 2. Wozu dient der Binnenschifffahrtsfunk?
Antwort: Funkverkehr für bestimmte Zwecke auf vereinbarten Kanälen (Verkehrskreise) und nach einem festgelegten Betriebsverfahren
Frage: 3. In welchem Regelwerk findet man gemeinsame Grundsätze und Regelungen für den Binnenschifffahrtsfunk in Europa?
Antwort: Regionale Vereinbarung über den Binnenschifffahrtsfunk (RAINWAT)
Frage: 4. Wie lange dürfen Testsendungen dauern?
Antwort: Maximal 10 Sekunden
Frage: 5. Was ist eine „Revierzentrale“?
Antwort: Landfunkstelle des Verkehrskreises Nautische Information
Frage: 6. Was ist ein „Verkehrsposten“?
Antwort: Zentrale ortsfeste Funkstelle in den Niederlanden
Frage: 7. Was ist ein „Blockkanal“?
Antwort: Funkkanal für sicherheitsrelevante Meldungen der Verkehrsposten und Schiffsfunkstellen in den Niederlanden
Frage: 8. Mit der Einführung des „VHF Data Exchange System (VDES)“ ergibt sich …
Antwort: ein Verbot, die analogen Funkkanäle 24–28 und 84–88 weiterhin für Sprachnachrichten zu nutzen
Frage: 9. Wo darf der Inhaber eines „UKW-Sprechfunkzeugnis für den Binnenschifffahrtsfunk (UBI)“ am Funkverkehr teilnehmen?
Antwort: In allen Ländern, die der Regionalen Vereinbarung über den Binnenschifffahrtsfunk (RAINWAT) beigetreten sind
Frage: 10. Wo berechtigt das „UKW-Sprechfunkzeugnis für den Binnenschifffahrtsfunk“ (UBI) auch zur Teilnahme am mobilen Seefunkdienst?
Antwort: Bundeswasserstraßen der Zonen 1 bis 2
Frage: 11. Wer stellt – neben der zuständigen Stelle des Bundes – das „UKW-Sprechfunkzeugnis für den Binnenschifffahrtsfunk“ (UBI) aus?
Antwort: Prüfungsausschüsse des Deutschen Motoryachtverbandes e. V. (DMYV) und des Deutschen Segler-Verbandes e. V. (DSV)
Frage: 12. Welches Funkzeugnis berechtigt nicht zur Teilnahme am weltweiten Seenot- und Sicherheitsfunksystem (GMDSS)?
Antwort: UKW-Sprechfunkzeugnis für den Binnenschifffahrtsfunk (UBI)
Frage: 13. Welches Funkzeugnis berechtigt nicht zur Teilnahme am Binnenschifffahrtsfunk?
Antwort: Amateurfunkzeugnis
Frage: 14. Worauf ist bei der Teilnahme am Binnenschifffahrtsfunk in anderen Ländern zu achten?
Antwort: Die Bestimmungen im Regionalen Teil des Handbuchs Binnenschifffahrtsfunk sind zu beachten
Frage: 15. Wo findet man grundsätzliche Bestimmungen über den Sprechfunk auf den jeweiligen Bundeswasserstraßen?
Antwort: Schifffahrtspolizeiverordnungen
Frage: 16. Wo findet man z. B. Angaben über die Ausrüstungspflicht mit Funkanlagen auf Binnenschiffen?
Antwort: Schifffahrtspolizeiverordnungen
Frage: 17. Wo findet man Angaben über die Funkbenutzungspflicht für Fahrzeuge auf bestimmten Binnenschifffahrtsstraßen?
Antwort: Regionaler Teil des Handbuchs Binnenschifffahrtsfunk
Frage: 18. Das Abhörverbot und das Fernmeldegeheimnis sind geregelt …
Antwort: im Telekommunikation-Digitale-Dienste-Datenschutz-Gesetz (TDDDG)
Frage: 19. Was unterliegt dem Fernmeldegeheimnis?
Antwort: Inhalt des Funkverkehrs und seine näheren Umstände, insbesondere die Tatsache, ob jemand an der Abwicklung des Funkverkehrs beteiligt ist oder war
Frage: 20. Welche Nachrichten dürfen uneingeschränkt aufgenommen und verbreitet werden?
Antwort: Aussendungen, die „An alle Funkstellen/All Stations“ gerichtet sind
Frage: 21. Welche Folgen kann die Verletzung des Fernmeldegeheimnisses haben?
Antwort: Strafrechtliche Verfolgung
Frage: 22. Welchen Frequenzbereich nutzt der Binnenschifffahrtsfunk?
Antwort: Ultrakurzwelle (UKW/VHF)
Frage: 23. Wie breiten sich Ultrakurzwellen aus?
Antwort: Geradlinig und quasioptisch
Frage: 24. Welche Faktoren können die Ausbreitung der Ultrakurzwellen beeinflussen?
Antwort: Hindernisse (Berge oder hohe Bauwerke) oder Niederschläge (Schnee- oder Regenschauer)
Frage: 25. Was ist eine „Schiffsfunkstelle“?
Antwort: Mobile Funkstelle des Binnenschifffahrtsfunks
Frage: 26. Was ist eine „Seefunkstelle“?
Antwort: Funkstelle des Mobilen Seefunkdienstes an Bord eines nicht dauernd verankerten Seefahrzeuges
Frage: 27. Wer darf eine Schiffsfunkstelle bedienen?
Antwort: Inhaber eines gültigen Sprechfunkzeugnisses für den Binnenschifffahrtsfunk (UBI) oder eines gleichwertigen Zeugnisses
Frage: 28. Wer stellt in Deutschland die Zuteilungsurkunde (Ship Station Licence) für eine Schiffsfunkstelle aus?
Antwort: Bundesnetzagentur (BNetzA)
Frage: 29. Der Betrieb einer Schiffsfunkstelle ohne Zuteilungsurkunde (Ship Station Licence) verstößt gegen Vorschriften …
Antwort: des Telekommunikationsgesetzes (TKG)
Frage: 30. Die Bedienung einer Schiffsfunkstelle ohne Erlaubnis (UKW-Sprechfunkzeugnis) verstößt gegen Vorschriften …
Antwort: der Binnenschifffahrt-Sprechfunkverordnung (BinSchSprFunkV)
Frage: 31. Welches amtliche Dokument für eine Schiffsfunkstelle muss sich an Bord befinden?
Antwort: Zuteilungsurkunde (Ship Station Licence)
Frage: 32. Die telekommunikationsrechtliche Überprüfung einer Schiffsfunkstelle wird durchgeführt von …
Antwort: Bundesnetzagentur (BNetzA)
Frage: 33. Wer ist bei Eignerwechsel eines Binnenschiffes in Bezug auf die Schiffsfunkstelle zu benachrichtigen?
Antwort: Bundesnetzagentur (BNetzA)
Frage: 34. Welches amtliche Dokument stellt die Bundesnetzagentur (BNetzA) zum Betreiben einer Schiffsfunkstelle aus?
Antwort: Nummernzuteilungsurkunde (Ship Station Licence)
Frage: 35. Wer kann die Einstellung des Betriebes einer Schiffsfunkstelle anordnen?
Antwort: Bundesnetzagentur (BNetzA)
Frage: 36. Welche Teile des Handbuchs Binnenschifffahrtsfunk müssen bei einer Schiffsfunkstelle mitgeführt werden?
Antwort: Allgemeiner Teil sowie Regionale Teile für die Strecken, in denen die Schiffsfunkstelle am Binnenschifffahrtsfunk teilnimmt
Frage: 37. Woraus besteht das Rufzeichen für eine deutsche Schiffsfunkstelle?
Antwort: Zwei Buchstaben der Rufzeichenreihe für Deutschland, gefolgt von vier Ziffern
Frage: 38. Welches der nachfolgend angegebenen Rufzeichen kennzeichnet eine Schiffsfunkstelle?
Antwort: DA 5005
Frage: 39. Was bedeutet „ATIS“?
Antwort: Automatisches Senderidentifizierungssystem
Frage: 40. Welchem Zweck dient die Aussendung eines ATIS-Codes?
Antwort: Identifizierung einer Schiffsfunkstelle
Frage: 41. Wie setzt sich der ATIS-Code zusammen?
Antwort: Aus 10 Ziffern: der Ziffer 9, der dreistelligen Seefunkkennzahl (MID) und 6 Ziffern
Frage: 42. Wann wird das ATIS-Signal ausgesendet?
Antwort: Automatisch nach dem Loslassen der Sprechtaste
Frage: 43. Welchen ATIS-Code sendet eine tragbare Funkanlage aus?
Antwort: ATIS-Code der Schiffsfunkstelle, zu der sie gehört
Frage: 44. Was kann aus dem nationalen ATIS-Code abgeleitet werden?
Antwort: Rufzeichen
Frage: 45. Was versteht man unter „AIS“?
Antwort: Automatisches Schiffsidentifizierungs- und Überwachungssystem, das statische, dynamische und reisebezogene Informationen auf UKW überträgt
Frage: 46. Welche Informationen werden bei AIS automatisch ausgetauscht?
Antwort: Statische Informationen (z.B. Schiffsname), dynamische Informationen (z.B. Kurs) und reisebezogene Informationen (z.B. Bestimmungsort)
Frage: 47. Welche Einstellung der Sendeleistung kann man bei einer Schiffsfunkstelle vornehmen?
Antwort: 1 Watt, 25 Watt
Frage: 48. Was bedeutet die Angabe „Betriebsspannung 10,8 – 14,6 V=“ in der Bedienungsanleitung für eine Funkanlage?
Antwort: Es ist eine Gleichspannung zwischen 10,8 und 14,6 Volt für den Betrieb erforderlich
Frage: 49. Was ist vor der Inbetriebnahme eines UKW-Sprechfunkgerätes für den Binnenschifffahrtsfunk zu beachten?
Antwort: Das Funkgerät muss zugelassen oder für die Teilnahme am Binnenschifffahrtsfunk in Verkehr gebracht worden sein
Frage: 50. Je höher die Antenne angebracht ist, desto…
Antwort: größer ist die Reichweite
Frage: 51. Bei einer Beschädigung der äußeren Isolierung (Mantel) des Antennenkabels sollte das Antennenkabel …
Antwort: umgehend erneuert werden
Frage: 52. In welchem UKW-Frequenzbereich wird der Binnenschifffahrtsfunk abgewickelt?
Antwort: 156,025 –162,025 MHz
Frage: 53. Worauf ist beim Austausch einer defekten UKW-Antenne bei einer Schiffsfunkstelle durch eine Ersatzantenne zu achten?
Antwort: Die Ersatzantenne muss für den Frequenzbereich des Binnenschifffahrtsfunks ausgelegt sein
Frage: 54. Wozu dient am UKW-Gerät die Rauschsperre (Squelch)?
Antwort: Die Wiedergabe des Empfängers wird nur bei einem brauchbaren Empfangssignal aktiviert
Frage: 55. Wozu dient ein „Verkehrskreis“ im Binnenschifffahrtsfunk?
Antwort: Zuordnung von Sprechfunk-Kanälen für bestimmte Zwecke
Frage: 56. Welche Verkehrskreise werden im Binnenschifffahrtsfunk betrieben?
Antwort: Schiff – Schiff, Nautische Information, Schiff – Hafenbehörde, Funkverkehr an Bord
Frage: 57. In welchem Verkehrskreis ist die Sendeleistungserhöhung auf 25 Watt zulässig?
Antwort: Nautische Information
Frage: 58. Die Verkehrskreise „Nautische Information“ und „Schiff – Hafenbehörde“ werden …
Antwort: nicht auf allen Bundeswasserstraßen angeboten
Frage: 59. Wozu dient der Verkehrskreis „Schiff – Schiff“?
Antwort: Funkverkehr zwischen Schiffsfunkstellen
Frage: 60. Welche Nachrichten werden im Verkehrskreis „Schiff – Schiff“ übermittelt?
Antwort: Nachrichten, die sich auf den Schutz von Personen oder auf die Fahrt oder auf die Sicherheit von Schiffen beziehen
Frage: 61. Welche Funkstelle ist nicht dem Verkehrskreis „Schiff – Hafenbehörde“ zugeordnet?
Antwort: Revierzentrale Minden
Frage: 62. Welche Funkstelle kann am Verkehrskreis „Schiff – Schiff“ teilnehmen?
Antwort: Segelyacht Robbe DA 5005
Frage: 63. Wozu dient der Verkehrskreis „Nautische Information“?
Antwort: Funkverkehr zwischen Schiffsfunkstellen und Funkstellen der Behörden, denen der Betrieb der Bundeswasserstraßen obliegt
Frage: 64. Welche Nachrichten werden im Verkehrskreis „Nautische Information“ übermittelt?
Antwort: Nachrichten über den Zustand der Wasserstraßen, über Verkehrsberatung und zur Verkehrslenkung
Frage: 65. Wodurch kann bei einem nicht funkausrüstungspflichtigen Fahrzeug die ununterbrochene Teilnahme am Verkehrskreis „Nautische Information“ sichergestellt werden?
Antwort: Zusätzliche UKW-Funkanlage für den Binnenschifffahrtsfunk
Frage: 66. Welche Funkstelle ist nicht dem Verkehrskreis „Nautische Information“ zugeordnet?
Antwort: Neuss Hafen
Frage: 67. Welche Funkstelle ist dem Verkehrskreis „Nautische Information“ zugeordnet?
Antwort: Iffezheim Schleuse
Frage: 68. Wozu dient der Verkehrskreis „Schiff – Hafenbehörde“?
Antwort: Funkverkehr zwischen Schiffsfunkstellen und Funkstellen von Hafenbehörden
Frage: 69. Welche Nachrichten werden im Verkehrskreis „Schiff – Hafenbehörde“ übermittelt?
Antwort: Nachrichten über die Zuweisung von Liegeplätzen oder über die Fahrt in den Häfen
Frage: 70. Welchem Verkehrskreis ist die Landfunkstelle Lübeck Hubbrücken zugeordnet?
Antwort: Nautische Information (NIF)
Frage: 71. Welche Revierzentralen gibt es in Deutschland?
Antwort: Duisburg, Oberwesel, Minden, Magdeburg, Gösselthal
Frage: 72. Welche Funkstelle ist dem Verkehrskreis „Schiff – Hafenbehörde“ zugeordnet?
Antwort: Marina Düsseldorf Port
Frage: 73. Wozu dient der Verkehrskreis „Funkverkehr an Bord“?
Antwort: Funkverkehr an Bord eines Schiffes oder innerhalb einer Gruppe von Fahrzeugen, die geschleppt oder geschoben werden
Frage: 74. Welche Nachrichten werden im Verkehrskreis „Funkverkehr an Bord“ übermittelt?
Antwort: Nachrichten über schiffsbetriebliche Angelegenheiten sowie bei Anweisungen für das Arbeiten mit Leinen und für das Ankern
Frage: 75. Welche UKW-Kanäle dürfen im Verkehrskreis „Funkverkehr an Bord“ benutzt werden?
Antwort: 15 und 17
Frage: 76. Sind tragbare Funkanlagen auf Kleinfahrzeugen grundsätzlich zugelassen?
Antwort: Nein
Frage: 77. Welche Fahrzeuge/Schiffe mit Schiffsfunkstellen dürfen nicht am Verkehrskreis „Funkverkehr an Bord“ teilnehmen?
Antwort: Kleinfahrzeuge
Frage: 78. Welche Kennung müssen Schiffsfunkstellen in den Verkehrskreisen „Schiff – Schiff“, „Nautische Information“ and „Schiff – Hafenbehörde“ im Sprechfunkverkehr verwenden?
Antwort: Schiffsname und Rufzeichen (verbal) und ggf. automatisierte ATIS-Kennung
Frage: 79. In welchen Verkehrskreisen müssen Schiffsfunkstellen auf funkausrüstungspflichtigen Schiffen während der Fahrt empfangsbereit sein?
Antwort: Mindestens in zwei der Verkehrskreise Schiff – Schiff, Nautische Information oder Schiff – Hafenbehörde
Frage: 80. Wo findet man Regelungen über die Abwicklung des Binnenschifffahrtsfunks?
Antwort: Allgemeiner Teil des Handbuchs Binnenschifffahrtsfunk
Frage: 81. Wo findet man die empfohlenen fremdsprachlichen Redewendungen für die Abwicklung des Binnenschifffahrtsfunks?
Antwort: Regionale Teile des Handbuchs Binnenschifffahrtsfunk
Frage: 82. Wozu dient die internationale Buchstabiertafel im Binnenschifffahrtsfunk?
Antwort: Zum Buchstabieren schwieriger Wörter, Namen und Bezeichnungen innerhalb von Meldungen, um Übermittlungsfehler zu vermeiden
Frage: 83. Wo findet man Angaben über die UKW-Kanäle, die im Binnenschifffahrtsfunk in bestimmten Regionen benutzt werden sollen?
Antwort: In den Regionalen Teilen des Handbuchs Binnenschifffahrtsfunk
Frage: 84. Was bedeutet die Betriebsart „Simplex“?
Antwort: Wechselsprechen
Frage: 85. Wie erfolgt die Verkehrsabwicklung in der Betriebsart „Simplex“?
Antwort: Jeder Gesprächspartner kann entweder senden oder empfangen
Frage: 86. Was bedeutet die Betriebsart „Duplex“?
Antwort: Gegensprechen
Frage: 87. Was bedeutet Semi-Duplex?
Antwort: Wechselsprechen auf einem Duplex-Kanal
Frage: 88. Warum kann die Hörbereitschaft auf zwei Kanälen im Binnenschifffahrtsfunk nicht durch die Zweikanalüberwachung (Dual Watch) wahrgenommen werden?
Antwort: Die Zweikanalüberwachung ermöglicht lediglich die zeitlich abwechselnde Hörbereitschaft auf zwei Funkkanälen
Frage: 89. Wie erfolgt die Leistungsreduzierung beim Sendebetrieb einer Schiffsfunkstelle auf dem UKW-Kanal 10?
Antwort: Automatisch
Frage: 90. Mit welcher Leistung sendet eine Schiffsfunkstelle auf UKW-Kanal 10?
Antwort: Maximal 1 Watt
Frage: 91. Auf welchem UKW-Kanal müssen Schiffsfunkstellen in Deutschland – unabhängig von dem befahrenen Streckenabschnitt – während der Fahrt ständig empfangsbereit sein?
Antwort: 10
Frage: 92. Welcher UKW-Kanal darf im Binnenschifffahrtsfunk auf den Bundeswasserstraßen der Zonen 3 und 4 nicht benutzt werden?
Antwort: 16
Frage: 93. Wie kündigt man einem Bunkerboot an, dass Sie Treibstoff bunkern möchten?
Antwort: Anruf auf Kanal 10, mit der Bitte auf den Kanal für „Nachrichten sozialer Art“ zu wechseln.
Frage: 94. Welche UKW-Kanäle dürfen für „Nachrichten sozialer Art“ benutzt werden?
Antwort: 72 und 77
Frage: 95. Welche Fahrzeuge unterliegen auf bestimmten Wasserstraßen und an bestimmten Stellen einer Meldepflicht?
Antwort: Gefahrgutschiffe und Sondertransporte
Frage: 96. Vor jeder Aussendung ist durch kurzzeitiges Öffnen der Rauschsperre sicherzustellen, dass …
Antwort: kein anderer Funkverkehr gestört wird und der Kanal frei ist
Frage: 97. Die Aussendung einer anderen Schiffsfunkstelle auf Kanal 10 kann …
Antwort: nicht unterbrochen werden
Frage: 98. Längere Aussendungen auf Kanal 10 sollen vermieden werden, weil sie…
Antwort: nicht durch andere Funkstellen unterbrochen werden können
Frage: 99. Was hat eine Schiffsfunkstelle im Verkehr mit einer Funkstelle des Verkehrskreises Nautische Information zu beachten?
Antwort: Anweisungen der Funkstelle des Verkehrskreises Nautische Information sind zu befolgen
Frage: 100. Was kann in den Zonen 1 und 2 die Funkverbindung zwischen einer Schiffsfunkstelle und einer Seefunkstelle beeinträchtigen?
Antwort: Die Schiffsfunkstelle sendet auf bestimmten UKW-Kanälen nur mit automatisch reduzierter Leistung
Frage: 101. Warum dürfen Seefunkstellen mit ihrer Seefunkanlage nicht am Binnenschifffahrtsfunk teilnehmen?
Antwort: Seefunkanlagen verfügen weder über eine automatische Sendeleistungsreduzierung auf bestimmten UKW-Kanälen, noch können sie einen ATIS-Code aussenden
Frage: 102. Die Verwendung des Digitalen Selektivrufs (DSC) ist …
Antwort: im Binnenschifffahrtsfunk nicht zulässig
Frage: 103. Welche Sprache sollte bei Verbindungen zwischen deutschen Schiffsfunkstellen und ausländischen Landfunkstellen benutzt werden?
Antwort: Grundsätzlich die Sprache des Landes, in dem sich die Landfunkstelle befindet
Frage: 104. Was ist bei Testsendungen im Binnenschifffahrtsfunk zu beachten?
Antwort: Die Aussendungen dürfen 10 Sekunden nicht überschreiten; sie müssen den Rufnamen der aussendenden Funkstelle enthalten, gefolgt von dem Wort „Test“
Frage: 105. Wann müssen Meldungen grundsätzlich bestätigt werden?
Antwort: Auf Verlangen
Frage: 106. Woran erkennt man beim Befahren von Binnenwasserstraßen, welcher UKW-Kanal im Schleusenbereich zu benutzen ist?
Antwort: Tafelzeichen
Frage: 107. Welche Bedeutung hat ein weißes Tafelzeichen mit rotem Rand und der schwarzen Aufschrift „UKW 20“ oder „VHF 20“?
Antwort: Gebot, UKW-Kanal 20 zu benutzen
Frage: 108. Welche Bedeutung hat ein blaues Tafelzeichen mit der weißen Aufschrift „UKW 18“ oder „VHF 18“?
Antwort: Hinweis auf den Nautischen Informationsfunk (NIF) auf UKW-Kanal 18
Frage: 109. Welche Landfunkstellen sind zur Einleitung von Rettungsmaßnahmen vorzugsweise anzurufen?
Antwort: Revierzentralen
Frage: 110. Wie ist die Rangfolge des Funkverkehrs im Binnenschifffahrtsfunk?
Antwort: Notverkehr, Dringlichkeitsverkehr, Sicherheitsverkehr, Routineverkehr
Frage: 111. Wie heißt das Notzeichen im Sprechfunk?
Antwort: MAYDAY
Frage: 112. Ein Notverkehr im Binnenschifffahrtsfunk muss eingeleitet werden, wenn…
Antwort: eine unmittelbare Gefährdung von Mensch oder Schiff gegeben ist
Frage: 113. Welcher Funkverkehr ist einzuleiten, wenn sich an Bord eine lebensgefährlich verletzte Person befindet?
Antwort: Notverkehr
Frage: 114. Welcher Funkverkehr ist einzuleiten, wenn eine Person über Bord gefallen ist?
Antwort: Notverkehr
Frage: 115. Welcher Funkverkehr ist einzuleiten, wenn das Fahrzeug in gefährlicher Weise zu kentern droht?
Antwort: Notverkehr
Frage: 116. Wer bestätigt eine Notmeldung im Verkehrskreis „Nautische Information“?
Antwort: Die zuständige Schleuse oder Revierzentrale
Frage: 117. Wer bestätigt eine Notmeldung im Verkehrskreis „Schiff – Schiff“?
Antwort: In der Nähe befindliche Schiffsfunkstelle
Frage: 118. Was bedeuten die Worte MAYDAY RELAY?
Antwort: Aussendung einer Notmeldung durch eine Funkstelle, die sich selbst nicht in Not befindet
Frage: 119. Was bedeuten die Worte SILENCE FINI?
Antwort: Der Notverkehr ist beendet
Frage: 120. Was bedeuten die Worte SILENCE MAYDAY?
Antwort: Die Funkstelle in Not gebietet den nicht am Notverkehr beteiligten Funkstellen Funkstille
Frage: 121. Woraus besteht das Dringlichkeitszeichen im Sprechfunk?
Antwort: PAN PAN
Frage: 122. Wann liegt ein Dringlichkeitsfall vor?
Antwort: Wenn dringende Nachrichten übermittelt werden sollen, welche die Besatzung und/oder das Schiff betreffen, ohne dass eine unmittelbare Gefährdung gegeben ist
Frage: 123. Welche Meldungen können beispielsweise mit dem Dringlichkeitszeichen angekündigt werden?
Antwort: Meldungen, die sich auf Krankheiten beziehen, die keine Lebensgefahr bedeuten, oder auf Schäden an Fahrzeugen, ohne dass davon eine unmittelbare Gefahr ausgeht
Frage: 124. Welcher Funkverkehr ist einzuleiten, wenn bei einer Person an Bord eine nicht lebensbedrohliche Verletzung festgestellt wurde, die kurzfristig ärztlicher Versorgung bedarf?
Antwort: Dringlichkeitsverkehr
Frage: 125. Wie wird eine Dringlichkeitsmeldung aufgehoben?
Antwort: Nach demselben Anrufschema wie bei der Ankündigung einer Dringlichkeitsmeldung, der Uhrzeit der Aussendung und dem Hinweis der Rücknahme der Meldung
Frage: 126. Wie lautet das Sicherheitszeichen im Sprechfunk?
Antwort: SECURITE
Frage: 127. Welche Meldungen werden mit dem Sicherheitszeichen SECURITE angekündigt?
Antwort: Sicherheitsrelevante Nachrichten, die eine wichtige nautische Warnnachricht oder eine wichtige Wetterwarnung beinhalten
Frage: 128. Welche Meldung ist zu verbreiten, wenn ein treibender Baumstamm beobachtet wird, der eine Gefahr für den Verkehr darstellt?
Antwort: Sicherheitsmeldung
Frage: 129. Welche Meldung ist zu verbreiten, wenn eine vertriebene Tonne beobachtet wird?
Antwort: Sicherheitsmeldung
Frage: 130. Wer entscheidet über die Art der auszusendenden Sprechfunkmeldung?
Antwort: Schiffsführer